Vom Kämpfen zu reden ist nicht gerade sehr populär. Die ganze Welt schreit nach Frieden. Auch wir sehnen uns nach Frieden… in der Welt, in unserem persönlichen Leben… und vor allem in uns selber. “Friede, Friede, schreien sie; aber es gibt keinen Frieden.” (Jeremia 6,14 und 8,11) Leben ist nicht dafür da, dass wir Frieden haben… es ist aber dafür da, um Frieden zu kämpfen. "In der Welt seid ihr in Bedrängnis; aber habt Mut: Ich habe die Welt besiegt." (Johannes 16,33) Also kämfen wir… um Reinheit, Integrität und Authentizität zu erringen… und dann zu behalten. Manchmal gewinnen wir Kämpfe… und doch oft verlieren wir auch. Wir werden verletzt… verwundet. Aber so geht es im Kampf.
Hier ist ein Lied, das ich in den Achtzigern geschrieben habe, doch nicht die richtige Musik finden konnte… bis jetzt:
Fighter
Don Newby © 1985
Ich sah ihn die Treppen
vom erleuchteten Ring hinunterstolpern.
Seine Augen waren fast zugeschwollen,
er konnte kaum noch etwas sehen.
Ich sah die Narben von Tausenden von Handschuhen,
während seine eigenen an seiner Seite baumelten.
Ein Kämpfer, der direkt vom Kampf zurückkehrt,
ist nicht schwer zu erkennen.
Ist dies der Mann, den sie gesegnet und ausgesandt hatten,
um dazustehen und als unser Licht zu dienen?
Bei seiner Rückkehr vom Kampf
steht eine seltsame Überzeugung in seinen Augen.
Er ist der Kämpfer,
nicht der Applaudierende in der Menge.
Er ist der Boxer,
nicht nur ein Fan, der ihm zujubelt.
Bei jedem Atemzug
hat er nur den Preis vor Augen,
und er gibt wirklich sein Bestes.
Es ist noch nicht lange her,
daß das Jubeln von den Rangen
durch das Pochen in seinem Kopf
und die Schwere seiner Hände gedämpft wurde.
Der Schleier, der sich auf seine Gedanken gelegt hatte,
verschwindet langsam...
So wie das Flugzeug, das ihn nach Hause bringt,
durch die Wolken hindurchstöst.
Seine Freunde werden nicht sehen,
was aus ihm geworden ist.
Sie sehen nur die Narben;
Sie sind wie Gefangene,
die nicht wirklich frei sind,
weil sie nur die Stabe sehen.
Er ist der Kämpfer,
nicht der Applaudierende in der Menge.
Er ist der Boxer,
nicht nur ein Fan, der ihm zujubelt.
Bei jedem Atemzug
hat er nur den Preis vor Augen,
und er gibt wirklich sein Bestes.
Nun steigt er aus dem Flugzeug
in der Stadt, die er kennt und liebt.
Im Moment sind der Schmerz
und die Handschuhe des Gegners vergessen.
Aber er weis, daß er bald
wieder im Ring stehen wird...
Der pochende Schmerz, die Handschuhe, die Menge,
die ihn umsäumt.
Aber was er jetzt weis, wird er nicht vergessen,
auch wenn jener Kampf begonnen hat:
Es mag sein, daß er diesen Kampf verliert,
aber er weis, daß das Spiel gewonnen ist.
Er ist der Kämpfer,
nicht der Applaudierende in der Menge.
Er ist der Boxer,
nicht nur ein Fan, der ihm zujubelt.
Bei jedem Atemzug
hat er nur den Preis vor Augen,
und er gibt wirklich sein Bestes.
Der Tag, an dem ich aufhöre zu kämpfen, ist der Tag an dem ich sterbe. Also… kämpfen wir!