29 Jahre Deutschland

14. August '10

Gestern vor 29 Jahren landete im Flughafen Frankfurt eine Maschine. Ich erinnere mich daran, dass ich fast ein wenig Angst hatte, europäische Luft zum aller ersten Mal in meinem Leben in die Lunge einzuatmen. 29 Jahre! Das entspricht genau die Hälfte meines Lebens, die ich in diesem schönen Land verbracht habe… und, sag ich dazu, die beste Hälfte… die produktivste, die bewussteste Hälfte. Jetzt ist es zu Hause.

 

Der Begriff “Kulturschock” ist total die Fehlbezeichnung. Wir haben ihn gar nicht einmal für die ersten zwei Jahre erlebt. Und anstatt eine Art “Schock”, war er mehr wie ein Schwelbrand. Etwas, was sich so allmählich merken lässt. In unserer ersten Wohnung in Deutschland haben Susie und ich alle Fenster, Rollläden und Türen zu gemacht und dann geschrieen so laut wir nur konnten… über die blöden Türgriffen woran unsere Hemdsärmeln ständig hängen blieben… oder über die Toiletten mit “Bühne”… oder wie so ziemlich jeder es zum Hauptanliegen genommen hat, mir beizubringen, wie man auf der Autobahn zu fahren hat. Das Schreien hat geholfen…. zumindest für einpaar Tage, bis zur nächsten Schrei-Session.

 

Kulturschock-Experte sagen, dass ein emotioneller Tiefpunkt erst nach etwa 2 Jahren kommt, nachdem man in einem neuen, fremden Land ist. Nur dann beginnt diese abwärts sinkende Spirale zu verlangsamen und dann allmählich durch die Jahre hindurch zu steigen. Aber man gelingt es nie wieder hundertprozentig auf emotionelles “ground-zero” zu kommen. Du bist immer Ausländer, Fremder. 

 

29 Jahre ist eine lange Zeit. Manchmal müssen wir ganz bewusst daran denken, welche Sprache wir gerade in einem bestimmten Moment sprechen. Vor einigen Jahren habe ich eine kleine historische Führung für eine Gruppe Musikern aus Nashville durch eine deutsche Stadt. Während wir gelaufen sind und ich erzählt habe, fing ich an zu merken, dass die Gruppe komische Gesichter gemacht hat. War mein Reisverschluss vielleicht offen? Schliesslich hat mir einer das grosse “T” (time-out) Zeichen gegeben und dabei sagte, “English please!”

 

Also gestern morgen hat Susie einen grossen Blumenstrauss als kleines Dankeschön bekommen, dass sie es 29 Jahre mit mir in einem fremden Land ausgehalten hatte. Fremdes Land… eigentlich nicht mehr. “Fremd” ist es, wenn wir wieder nach USA fliegen und feststellen, dass das auch nicht mehr zu hause ist.

 

Wer sind wir denn also? Wo gehören wir hin? Für keine Sekunde zweifele ich dran, dass ich hierhin gehöre. Jahrelang haben wir hier im Leben, in Menschen investiert. Es gibt nichts auf der Welt, was ich lieber tun würde, niergendwo anders, wo ich lieber leben möchte.

 

Hier der Text eines Liedes, das wir fast immer in unseren Konzerten singen:

 

Wo gehöre ich hin, wo bin ich zu Hause?

Wo kann ich mich vor dem Sturm verbergen?

Ich bin nicht mehr ganz sicher.

An wen kann ich mich lehnen, wenn ich nicht mehr allein gehen kann?

Es ist nicht mehr so einfach wie es einmal war.

 

Refrain:

Hilf mir, ich kann nicht auf die Ewigkeit warten.

Zeig mir deine Liebe, die meine Kraft ist.

Nimm mich an dein Herz, wo ich hingehöre.

Hilf mir; diese Welt ist nicht mein Zuhause.

Zeig’ mir deine Liebe, damit ich sie jetzt erfahre.

Bring mich nach Hause, wo ich hingehöre.

 

Als ich ein Kind war, war meine Welt klar;

meine liebende Familie war immer da.

Damals fühlte ich mich bei meinen Freunden zuhause.

Sie haben mir geholfen, mich selbst zu entdecken.

Ich war sehr stolz, einer von denen zu sein.

 

Refrain…

 

Jetzt weiß ich, daß menschliche Liebe

nie stark genug sein kann,

um mein ganzes Leben darauf zu bauen.

 

Refrain...

Wir kämpfen...

22. July '10

 

Vom Kämpfen zu reden ist nicht gerade sehr populär. Die ganze Welt schreit nach Frieden. Auch wir sehnen uns nach Frieden… in der Welt, in unserem persönlichen Leben… und vor allem in uns selber. “Friede, Friede, schreien sie; aber es gibt keinen Frieden.” (Jeremia 6,14 und 8,11) Leben ist nicht dafür da, dass wir Frieden haben… es ist aber dafür da, um Frieden zu kämpfen. "In der Welt seid ihr in Bedrängnis; aber habt Mut: Ich habe die Welt besiegt." (Johannes 16,33)  Also kämfen wir… um Reinheit, Integrität und Authentizität zu erringen… und dann zu behalten. Manchmal gewinnen wir Kämpfe… und doch oft verlieren wir auch. Wir werden verletzt… verwundet. Aber so geht es im Kampf.

 

Hier ist ein Lied, das ich in den Achtzigern geschrieben habe, doch nicht die richtige Musik finden konnte… bis jetzt:

 

                 Fighter

                                                              Don Newby © 1985

             Fighter (clip)

 

Ich sah ihn die Treppen 

vom erleuchteten Ring hinunterstolpern.

Seine Augen waren fast zugeschwollen, 

er konnte kaum noch etwas sehen.

Ich sah die Narben von Tausenden von Handschuhen,

während seine eigenen an seiner Seite baumelten.

Ein Kämpfer, der direkt vom Kampf zurückkehrt,

ist nicht schwer zu erkennen.

 

Ist dies der Mann, den sie gesegnet und ausgesandt hatten,

um dazustehen und als unser Licht zu dienen?

Bei seiner Rückkehr vom Kampf

steht eine seltsame Überzeugung in seinen Augen.

 

Er ist der Kämpfer,

nicht der Applaudierende in der Menge.

Er ist der Boxer,

nicht nur ein Fan, der ihm zujubelt.

Bei jedem Atemzug

hat er nur den Preis vor Augen,

und er gibt wirklich sein Bestes.

 

Es ist noch nicht lange her,

daß das Jubeln von den Rangen

durch das Pochen in seinem Kopf

und die Schwere seiner Hände gedämpft wurde.

Der Schleier, der sich auf seine Gedanken gelegt hatte,

verschwindet langsam...

So wie das Flugzeug, das ihn nach Hause bringt, 

durch die Wolken hindurchstöst.

 

Seine Freunde werden nicht sehen, 

was aus ihm geworden ist.

Sie sehen nur die Narben;

Sie sind wie Gefangene, 

die nicht wirklich frei sind, 

weil sie nur die Stabe sehen.

 

Er ist der Kämpfer,

nicht der Applaudierende in der Menge.

Er ist der Boxer,

nicht nur ein Fan, der ihm zujubelt.

Bei jedem Atemzug

hat er nur den Preis vor Augen,

und er gibt wirklich sein Bestes.

 

 

Nun steigt er aus dem Flugzeug

in der Stadt, die er kennt und liebt.

Im Moment sind der Schmerz

und die Handschuhe des Gegners vergessen.

Aber er weis, daß er bald 

wieder im Ring stehen wird...

Der pochende Schmerz, die Handschuhe, die Menge,

die ihn umsäumt.

 

Aber was er jetzt weis, wird er nicht vergessen,

auch wenn jener Kampf begonnen hat:

Es mag sein, daß er diesen Kampf verliert,

aber er weis, daß das Spiel gewonnen ist. 

 

Er ist der Kämpfer,

nicht der Applaudierende in der Menge.

Er ist der Boxer,

nicht nur ein Fan, der ihm zujubelt.

Bei jedem Atemzug

hat er nur den Preis vor Augen,

und er gibt wirklich sein Bestes.

 

 

Der Tag, an dem ich aufhöre zu kämpfen, ist der Tag an dem ich sterbe. Also… kämpfen wir!

 

Warum beten?

7. May '10

Heiner und ich 2008Mein Freund, Heiner, kämpft seit zwei Jahren gegen Krebs. Wir gehen Schritt für Schritt, Tag für Tag mit ihm, Christa und ihren drei Töchtern durch das “Tal des Todesschattens” und stehen mit ihnen im Gebet. Wir haben viele unserer Freunde um regelmässiges Gebet für seine Heilung engagiert. Gestern haben wir Heiner und Christa besucht und dabei die Nachricht erhalten, dass der Krebs jetzt auch seine Bauchspeicheldrüse befallen hat. Laut Prognose der Ärzte hat er 10-12 Wochen zu leben. Was erzähle ich jetzt all den Leuten, die für ihn beten? Dass ihre Gebete unerhört bleiben? Sollte ich das ganze vergeistlichen und ihnen sagen, dass Gott Heiner vielleicht die ultimative Heilung geben will und ihn nach Hause nehmen will?

Das alles zwingt mich, meine ganze Theologie des Gebets neu durch zu denken. Unbewusst habe ich sicher für selbstverständlich genommen, je mehr Leute ich im Gebet für Heiner engagiere, umso größer die Chancen, dass er geheilt würde. Kann Gott “gelobbied” werden?

Der Entschluss, zu dem ich komme: Wie arrogant von mir, Gebet zu nutzen, nur um das zu bekommen, was ich will, oder vielleicht was ich meine, verdient zu haben! Ist nicht Gebet viel mehr ein Kanal für Gemeinschaft mit Gott, der auch mit mir Gemeinschaft haben möchte? Wie oft bin ich zu Ihm mit meiner persönlichen Tagesordnung ins Gebet gegangen? “Herr, Du bist groß und barmherzig. Danke für all Deinen Segen! Jetzt… hier meine Liste von Dingen, die Du für mich tun solltest…” 

Warum tendiere ich so viel im Gebet selber zu reden? Warum höre ich so wenig zu? Gestern saßen Heiner und ich für lange Momente zusammen und haben gar nicht mit einander geredet. Ich habe nur neben ihm gesessen, während er auf der Couch lag. Und es war gut. Warum tue ich das nicht mit Gott? Vielleicht ist DIES der Hauptgrund für das Beten… einfach zusammen sein mit dem, der mich wertvoll genug gehalten hatte, um für mich Sein Leben zu geben und nach alldem, mit mir zusammen SEIN will.

Ist dass denn Resignation? Habe ich meinen Glauben daran verloren, dass Gott Heiner heilen kann und mich resigniert, sein Leben aufzugeben? Nein, ich denke nicht. Es ist nicht Resignation… eher die Kontrolle über Leben und Tod aufzugeben, die sie keiner von uns sowieso besitzt. Das Leben ist oft unfair und dient dazu, mich dazu zu bringen, los zu lassen, auf zu geben, mich Gott gegenüber zu kapitulieren… die weisse Fahne hoch halten; Gott, der weiser und gnädiger und liebevoller ist als ich manchmal begreifen kann.

Doch will Gott auch, dass wir zu Ihm mit unseren Bedürfnissen und Anliegen kommen. Er hört und antwortet, wenn wir wie ein Kind mit Demut, Ehrlichkeit und Betroffenheit zu Ihm kommen. Die Bibel ist voll von solchen Beispielen. Hier nur eine:

2.Könige 20,1-6: 1 In dieser Zeit wurde Hiskia todkrank. Der Prophet Jesaja, der Sohn des Amoz, besuchte ihn und sagte: "So spricht der Herr: 'Regle noch die letzten Dinge, denn du bist unheilbar krank und wirst bald sterben.'" 2 Als Hiskia das hörte, drehte er sich zur Wand und betete: 3 "Ach Herr, denk doch daran, dass ich mein Leben lang treu bei dir geblieben bin und mit ganzer Hingabe getan habe, was dir gefällt." Er fing laut an zu weinen. 4-5 Jesaja war inzwischen wieder gegangen. Doch er war noch nicht einmal bis zum Tor des inneren Vorhofs gekommen, als der Herr ihn noch einmal mit einer Botschaft zu Hiskia zurücksandte. Jesaja ging erneut zum König und sagte: "Du König meines Volkes, höre, was der Herr, der Gott deines Vorfahren David, dir sagen lässt: 'Ich habe dein Gebet gehört und deine Tränen gesehen. Ich will dich gesund machen. Übermorgen kannst du wieder in den Tempel des Herrn gehen. 6 Ich verlängere dein Leben um fünfzehn Jahre.

Weisse Fahne

19. April '10

Heute habe ich an meinen Lieblingsprofessor meiner Uni-Zeit gedacht. Mr. Dosien hat einiges mit mir ausgehalten. Ich war jung, unerfahren und ahnungslos und habe krampfhaft versucht zu begreifen, wer ich war, wo ich im Leben hin wollte, und wie ich überhaupt im grossen Plan passen würde. Ich konnte bei Mr. Dosien meine Frust und Verwirrung abladen. Er hat mich nicht ausgelacht und auch nicht nur toleriert. Ich werde es nie vergessen: an einem Tag habe ich bei ihm genau das gemacht: abgeladen. Er hörte lang zu, und dann reichte plötzlich in seine Tasche, holte sein Taschentuch daraus und hielt es über seinem Kopf. Ich hatte nicht die geringste Ahnung, was er damit meinte. 

 

Das ist jetzt 37 Jahre her. Jetzt habe ich graue Haare und werde mehr und mehr davon überzeugt, dass es im Leben darum geht, zu lernen, die weisse Fahne hoch zu halten. Ich habe die Kontrolle über das, was im Leben passiert, nicht… hab sie niemals gehabt… werde sie niemals haben, auch wenn ich manchmal meinen könnte, mein eigenes Leben zu führen. Und es hat mir all diese Jahre gekostet, um zu verstehen, was Mr. Dosien damals gemeint hatte. Es ist eigentlich ein leichter Konzept zu verstehen, nicht so leicht aber zu praktizieren. Aufgeben ist nicht eine Sache, die in unserer Performance-orientierten Gesellschaft leicht zu akzeptieren ist. Und nur Aufgeben ist auch nicht die Antwort… das wäre also Resignation. Aufgeben hat ein Ziel: wenn ich die weisse Fahne hoch halte, halte ich sie für jemanden hoch. Kapitulieren muss ich mich einem Sieger. Er muss jemand sein, der doch in Kontrolle ist; jemand dem ich vertrauen kann, das Richtige und Gute mit mir zu tun, nachdem ich kapituliert habe. Jemand, der meine Kampfwunden heilt, wenn ich vom Kampffeld zurückkehre und mich nicht in einen dunklen Kerker wirft, um mich zu strafen, weil ich sein Feind war. Und ich lerne es auch, die weisse Fahne nicht nur einmal hoch zu halten, sondern an jedem einzelnen Tag. Hier ist der Chorus von meinem Lied, “A Life in Forgiven Love”, der den Unterschied zwischen Resignation und Kapitulation ausdrückt:

 

Es gibt keine Vision in Routine und Tradition

Ein Leben in völliger Sicherheit zu führen.

Aber Leben ist nur da, wo Geburtswehen gewesen sind.

Es gibt keine Ernte, ohne daß gesät wird.

 

Es gibt keine Tränen im Geben aber im Aufgeben.

Ein Leben in vergebener Liebe zu leben hat nichts zu verlieren.

 

 

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Comments

wie wahr!

Hi Don,

 

höre gerade "Sailing Away" und denke an Dich. Ich denke an die Stunden, die wir zusammen verbracht haben. Ich denke an die Gespräche, die mich weiter brachten. Ich denke an die Stille, die zu mir sagte: "Ich habe einen Freund, der da ist!" Und, ich denke an Deine bedingungslose Liebe, die unsere Freundschaft prägt. Ich freue mich über Dich und Deinen Glauben, der mir, in Zeiten von Haltlosigkeit, eine gewisse Feste gab. Und ich freue mich schon auf das nächste mal, wenn wir unter den dunklen Tannen des Schwarzwaldes hindurch -reden, -beten, -schweigen. Du bist ein besonderer Freund.

 

Robb - der die weisse Fahne wehen lässt ;-)

Rock in the Rapids

16. April '10

Rock In The Rapids Clip.mp3

Dieses Lied hat von all meinen Liedern für mich einen besonderen Stellenwert. Es ist zweifellos einer der technisch schwierigsten Texten im Bezug auf Alliteration und Reim, den ich geschrieben habe. Jede Zeile besteht aus bimetrischen Fragmenten… also nur zwei betonten Silben, wo jeder alliteriert ist und Zeile 2 und 4 der 4-zeiligen Strophen reimen sich. Die Regularität der strikten Reim und Alliteration zeigen auf die scheinbar Regularität und Routine des Lebens, das in der Tat alles anders ist als regulär und “normal.” Gerade wenn du meinst, du hast dein Leben im Griff, passiert irgend etwas unerwartet, um dich völlig aus dem Gleichgewicht zu schmeissen, und um dich daran zu erinnern, dass du dein Leben doch nicht unter Kontrolle hältst. So ist es auch in der Geschichte, die ich im Inhalt des Textes erzähle, die eigentlich eine wahre Geschichte ist:


An einem schönen Frühlingstag setzten sich mein Freund, Dan, und ich in seinen Truck und machten uns auf den Weg in die Berge von North Carolina mit einem “Raft” (Floß) hinten auf der Ladefläche. Im unteren Teil des Chatooga Flusses gibt es eine Stelle mit fünf Klasse 5 Brandungen die wenige Meter auseinander sind, die “Five Falls” heisst. (Klasse 6 ist ein Wasserfall.)vViele Menschen haben bei “Five Falls” ihr Leben verloren und heute darf man sie nicht mehr ohne Führer “schiessen”. Der Fluss war mächtig an dem Tag, weil es so viel geregnet hatte. Erfolgreich hatten wir die ersten Paar Brandungen navigiert und legte den Raft an vor dem nächsten, damit wir die Brandung, namens “Jawbone” von unten anschauen könnten, um einen Plan zu machen. Als wir sie von Unten betrachtet haben und uns überlegt, kam plötzlich unser Raft allein der Brandung ‘runter gesaust mit all unseren Sachen hochspringend im Raft. Als er unten ankam, bremste er plötzlich und sah aus, als ob er sich überhaupt nicht mehr bewegen würde, weil der Fluss für die nächsten 100 Metern breiter wurde und das Wasser schien wie Glas. Wir schauten einander an nickten uns zu als wir ins Wasser sprangen. Dan war einpaar Metern vor mir als wir auf den Raft zu geschwommen sind. Just wo er seine Hand drauf legen konnte, schoss der Raft davon und direkt vor uns war die nächste Klasse 5 etwa 10 Meter entfernt. Uns war es nicht bewusst, wie schnell das Wasser floss, weil es zwischen den Brandungen so ruhig aussah. Dan konnte mit seinen Füssen einen Fels etwa einen halben Meter unter der Wasseroberfläche finden und konnte aufstehen, sodass das Wasser an seinem Körper vobei fliessen konnte. Ich schoss an ihm vorbei und konnte mich fest an der Klippe mit Händen und Füssen halten, die das Wasser in die nächste Enge trieb.


Offensichtlich sind wir an dem Tag mit unserem Leben davon gekommen, aber ich werde nie vergessen, wie täuschend der Fluss schien, wie ruhig und friedlich er zwischen den Brandungen floss, aber doch unter der Oberfläche eine unfassbare Kraft steckte. So ist es im Leben. Gerade wenn du meinst, du hast alles unter Kontrolle und das Leben friedlich läuft, steht die nächste Brandung direkt davor. Aber unter der Oberfläche ist ein unsichtbarer Fels auf dem du stehen kannst. Ein Fels, der vertrauenswürdig ist. Ein Fels in dem du Sicherheit und Feste finden kannst, mitten im turbulenten Wasser des Lebens. Frag mich! Ich erzähle dir gerne mehr drüber...

 

 

Willkommen!

11. April '10

Herzlich Willkommen auf unserer neuen Site! Ich wollte diese Seite nicht "Blog" nennen. Denn hier will ich regelmässig Gedanken und Anstösse weitergeben, die persönlich und interessant sind. Diese Seite wird bestimmt mein Herzschlag sein. Ich freue mich, hier blog-artig Persönliches weiterzugeben. So werde ich Geschichten erzählen, Bibeltexte weitergeben, die mir wichtig sind, oder erzählen, wie manche Lieder zustande gekommen sind. Guck immer wieder hier vorbei!